„Russlands wütende Fernfahrer“

erschienen in „Magdeburger Volksstimme“ am 9. Januar 2018

„Noch im Frühjahr 2017 schlug ihre Aktion hohe Wellen. Mehrere Tausend Fernfahrer streikten in Russland und legten auf diese Weise zahlreiche Transportrouten lahm, um auf ihre schwierige Situation aufmerksam zu machen. Drei Monate ließen sie die Laster entweder zu Hause oder standen landesweit an den Trassen und auf Parkplätzen still. Leute aus der Nähe brachten Lebensmittel vorbei. Zum Jahresende gingen die Kraftfahrer noch einen Schritt weiter: Mit einem Ausstand wollten sie im Dezember die Registrierung von Andrej Baschutin zum Kandidaten für die nun bevorstehende Präsidentschaftswahl in Russland begleiten. Baschutin ist Vorsitzender der OPR, einer „Vereinigung der Transportfahrer in Russland“, die sich als Sprachrohr jener Fahrer versteht, die ihren Unmut ausdrücken wollen. (…)“

Die Fernfahrer wollen die große Politik aufmischen – und das bringt sie in Bedrängnis. Hier ein Rundumschlag zu den Hintergründen nebst Erklärungsversuch zu dem, was da aktuell passiert.
Ein Nachtrag: Baschutin wurde am 11. Januar von einem Petersburger Gericht zu einer Geldstraße von 20.000 Rubel verurteilt. Er hält sich weiter versteckt.

„Russlands wütende Fernfahrer“ (PDF)